Die umstrittene interne “schwarze Liste” des Versicherungsverbandes GDV mit sensiblen Dateien über Versicherte wird künftig von einem externen Dienstleister verwaltet. Beauftragt werden soll damit einem Bericht der “Financial Times Deutschland” vom Freitag zufolge die Bertelsmann-Tochter Arvato Infoscore. Eine GDV-Sprecherin bestätigte dem Blatt, dass nach einer Ausschreibung ein Bewerber für die Verwaltung der Daten ausgewählt wurde. Die Zusammenarbeit sei allerdings noch nicht vertraglich fixiert. Den Namen des künftigen Verwalters nannte die Sprecherin nicht.
Der GDV betreibt seit Jahren ein internes Hinweis- und Informationssystem (HIS), um sich vor Betrug beim Abschluss von Versicherungen oder im Schadenfall zu schützen. Die auch als schwarze Liste bezeichnete Datensammlung umfasst dem Bericht zufolge derzeit rund zehn Millionen Einträge. Festgehalten wird etwa, ob jemand mit einer Rechtsschutzversicherung besonders klagefreudig ist oder eine außergewöhnlich hohe Berufsunfähigkeitsversicherungen abgeschlossen hat. Einträge in die Liste können bereits im Verdachtsfall erfolgen und – ähnlich einem Eintrag bei der Bonitätsprüfer der Kreditauskunftei Schufa – zu einer Ablehnung einer Versicherung führen. Die genaue Systematik der GDV-Datenbank ist nicht öffentlich und wird von Datenschützern kritisiert.
via Yahoo Nachrichten
Geschrieben von blogteam, 15. Jan 2010, Rubrik: Versicherungen, 1 Kommentar
Eine Studie der Firma MSR Consulting Group GmbH zeigt eine unverändert hohe Kundenzufriedenheit und eine wieder gesunkene Wechselbereitschaft der privat Krankenversicherten. Das Interesse der Krankenversicherten an einem Versicherungswechsel ist deutlich zurückgegangen. Nachdem im letzten Frühjahr 23% der privat Krankenvollversicherten sich „ganz sicher“ oder „wahrscheinlich“ vorstellen konnten zu wechseln, hat gemäß der Marktstudie KUBUS PKV 2009 dieses Thema deutlich an Attraktivität verloren.
Von den 2.300 Befragten können sich nur noch 16% einen Wechsel der Krankenversicherung vorstellen.
„Das ist das gleiche, niedrige Niveau wie aus der Zeit vor der Gesundheitsreform“,
so Projektleiter Torben Tietz von MSR Consulting.
„Die Wechseloption über die Zwischenstation Basistarif hat somit keine Auswirkung auf die systemische Kundenbindung in der privaten Krankenversicherung“, Tietz weiter.
Für die Studie KUBUS PKV 2009 wurden Kunden der elf größten privaten Krankenversicherer zur Kundenzufriedenheit, -bindung und Weiterempfehlung befragt. Die Befragungsergebnisse werden im offenen Benchmarking miteinander verglichen. Wer bessere Befragungsergebnisse als der Marktdurchschnitt erreicht, kann das KUBUS Gütesiegel in der Kundenkommunikation verwenden.
Die komplette Pressemitteilung können Sie sich als PDF hier herunterladen.

Privat krankenversicherte Empfänger von Arbeitslosengeld II haben einen Anspruch darauf, dass die Versicherungsbeiträge in voller Höhe übernommen werden. Das berichtet das Versicherungsjournal unter Hinweis auf zwei Beschlüsse des Landessozialgerichts Baden-Württemberg. Voraussetzung ist lediglich, dass der günstigste Tarif beim Krankenversicherer gewählt wurde.
Damit entschieden die Richter ausdrücklich entgegen dem Wortlaut des Gesetzes, das lediglich die Übernahme der Kosten bis zur Höhe des entsprechenden gesetzlichen Schutzes vorsieht. Denn diese entsprechende Regelung sei lediglich ein politischer Kompromiss, dessen Folgen von Sozialschwachen auszubaden ist, meinten die Richter. Somit bekommen die Betroffenen jetzt die vollen Kosten für den privaten Krankenschutz erstattet.
(AZ: L 2 SO 2529/09 Er-B und L 7 SO 2453/09 ER-B)(Quelle)

Deutschlands meistgewählter Direktversicherer geht als erstes Unternehmen der Branche mit einem eigenen Brand Channel auf YouTube an den Start und will damit ein Zeichen für innovative Stärke im Versicherungsbereich setzen.
Unter www.youtube.com/kqvtv laufen ab dem 17. August eigens für diesen Kanal produzierte Videos und Aktionen. Das klassische Unternehmensporträt wird der Nutzer ebenso wenig finden wie langatmige Ratgeberfilme über Versicherungsprodukte. Stattdessen gibt es Kurzweiliges wie die “Wetterberichter” oder das Web-TV-Format “Fegefeuer TV”.
Die KarstadtQuelle Versicherungen sind mit über 4 Millionen Kunden der meistgewählte deutsche Direktversicherer. Sie sind auf einfache und leicht verständliche Produkte spezialisiert, die zum Standardbedarf von Privathaushalten gehören. Wichtige Produkte dabei sind Zahnzusatzversicherungen, Pflegetagegeldversicherungen, die Risikolebensversicherung sowie die Sterbegeldabsicherung. (Pressemitteilung)

Solche Fälle gibt es immer wieder: Der Versicherungsvertreter fragt bei Abschluss der Versicherung nach ärztlichen Untersuchungen und Behandlungen sowie nach Erkrankungen und Beschwerden in den vergangenen fünf Jahren und der Antragsteller antwortet wahrheitsgemäß, er sei wegen einer depressiven Erkrankung bereits seit zwei Monaten und fortwährend krankgeschrieben gewesen, dann muss das natürlich im Antrag vermerkt werden.
Aber da der Vertreter auch keine Provision kassiert, wenn er keinen Vertrag abschließt, gibt er im Antrag nur Routineuntersuchungen ohne Befund an. Die Folge: Der Vertrag wird angenommen, der Vertreter bekommt die Provision und der Kunde jede Menge Probleme, weil die Versicherung ihm sofort kündigt, wenn sie von den verschwiegenen Erkrankungen erfährt. Und das zu Recht, wie das Oberlandesgericht Nürnberg (AZ: 8 U 109/09) entscheiden hat.
Denn die Versicherung muss sich das arglistig verschwiegene Wissen des betrügerischen Agenten nicht zurechnen lassen – es liegt vielmehr ein Vollmachtsmissbrauch vor, sodass der Vertrag tatsächlich nicht wirksam zustandegekommen ist. Für Verbraucher kann das nur heißen: Sie müssen darauf bestehen, dass schwerwiegendere Vorerkrankungen nicht einfach im Antrag unter den Tisch gekehrt, sondern vermerkt werden, damit es später kein böses Erwachen gibt. ddp.djn/mes/rab (Quelle)

Die Finanzierung der geplanten Schweinegrippe-Impfung ist gesichert: Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen für 50 Prozent ihrer Versicherten die Kosten. Darüber hinausgehende Aufwendungen würden zulasten der Steuerzahler gehen. Darauf einigten sich Gesundheitsministerin Ulla Schmidt und Spitzenvertreter der Kassen in Berlin. Höhere Kassenbeiträge oder Zusatzzahlungen soll es nicht geben.
Zuvor hatten sich Kassen und Schmidt heftig über die Finanzierung gestritten. Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen hatte eine Beitragserhöhung für den Fall angekündigt, dass keine Steuermittel zur Finanzierung der ab Herbst geplanten Massenimpfaktion bereitgestellt würden. Die Bundesregierung lehnte den Einsatz von Steuergeld jedoch ab.


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