Kapitalgedeckte Altersvorsorge: Zunahme der Riester-Rente Abschlüsse
Die erneute Zunahme der Riester-Abschlüsse belegt, dass die kapitalgedeckte Altersvorsorge trotz Finanzkrise gut angenommen wird“, sagte der Geschäftsführende Vorstand des Bankenverbandes, Prof. Dr. Manfred Weber, zu den vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aktuell vorgelegten Zahlen über die Entwicklung der Riester-Verträge. „In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld zeigt sich, dass die Kombination von umlagefinanzierter und kapitalgedeckter Rente inzwischen fest im Bewusstsein der Bürger verankert ist. Das zeugt von Weitsicht.“
Weber wies allerdings zugleich darauf hin, dass sich die Wachstumsdynamik in der Riester-Rente seit einiger Zeit abschwächt. „Hier gilt es, die weitere Entwicklung aufmerksam zu verfolgen. Sollte sich der Trend verfestigen, bestünde die Gefahr, dass das Ziel der Sicherung des Lebensstandards im Alter nicht in gewünschtem Umfang erreicht werden kann“, sagte er. Dazu müssten nämlich weit mehr Menschen im Alter über eine Rente aus kapitalgedeckter Altersvorsorge verfügen können.
Nach Webers Ansicht ist es unverzichtbar, dass die kapitalgedeckte Altersvorsorge insgesamt – also neben der Riester-Rente auch die betriebliche Altersvorsorge – einen weiteren Entwicklungssprung macht. „Die kapitalgedeckte Altersvorsorge sollte in der neuen Legislaturperiode so nachjustiert werden, dass sie wieder eine stärkere Dynamik entfalten kann. Der Bankenverband wird eigene Vorschläge vorlegen, um die Weiterentwicklung der kapitalgedeckten Altersvorsorge zu unterstützen“, sagte Weber.
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Dieser Beitrag wurde 705 mal aufgerufen |
Autor: blogteam am 12. Jun 2009 17:59, Rubrik: Altersvorsorge, Riester-Rente,
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Die Ergebnisse sind nicht so erstaunlich, wie es zunächst im Beitrag erscheinen mag. Dass die Deutschen auf ein staatliches Altervorsorge-Vehikel setzen, statt auf den in blumigen Farben dargestellten Fondssparplan ihres Bankberaters, ist als Konsequenz der Krise nicht wirklich erstaunlich. Viel erstaunlicher wäre es, wenn es bei der Verteilung zwischen den einzelnen Riester-Produkten zu einer Verschiebung hin zu risikofreudigeren Anlageprodukten wie Fondspolicen oder Riester-Fonds gekommen wäre. Dem ist aber nicht so. nach wie vor beruhen ca. 80% der Riester-Verträge auf Klassischen Rentenversicherungen und Banksparplänen. Ist steht zu vermuten, dass die neuen (risikoaversen) Riester-Bausparverträge den Anteil der nicht Investmentfonds-basierten Riester-Produkte noch weiter erhöhen wird.
Ein viel relevantere Frage sollte man sich als Riester-Anleger über die Kosten der Riester Rente machen. Einige Beispielrechnungen weisen extrem hohe Kosten bei versicherungsbasierten Riester-Produkten auf. Gleiches wird auch von der Verbraucherzentrale Hamburg in ihrer jüngsten Publkation, dem “Ampelcheck Geldanlage” betont.