Millionen Versicherungskunden können nach einem Gerichtsurteil auf Rückzahlungen hoffen: Das Landgericht Hamburg erklärte nach einem Bericht des Magazins “Spiegel” Vertragsklauseln von drei großen Versicherungsunternehmen für unwirksam. Etwa 24 Millionen Verbraucher, die ihre Kapitallebens- oder Rentenversicherungen zwischen 2001 und 2007 gekündigt hätten, könnten “nun Nachschlag verlangen”, sagte Verbraucherschützerin Edda Castello dem Magazin.
Die Verbraucherzentrale hatte in einem über zwei Jahre dauernden Prozess die Allgemeinen Versicherungsbedingungen der Hamburg-Mannheimer, des Deutschen Rings und der Volksfürsorge angegriffen – und bekam nun dem Bericht zufolge weitgehend Recht. Die Vertragsklauseln seien nicht transparent genug gewesen, erklärten die Richter in ihrem Urteil. Die Tabellen der Versicherungen hätten die darin bereits verrechneten Abzüge verschleiert. Eine Sprecherin des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft rechnete damit, dass der Streit bis zum Bundesgerichtshof gehen werde. (Quelle)

Wer über eine Kapitallebensversicherung verfügt, kann nicht auf Prozesskostenhilfe hoffen. Vielmehr müssen Betroffene ein sogenanntes Policendarlehen aufnehmen oder den Vertrag kündigen, um fällige Prozesskosten zahlen zu können, hat das Oberlandesgericht Stuttgart entschieden.
Das gilt allerdings nicht, wenn staatlich geförderte Verträge wie bei den Riester- und Rürup-Modellen bespart werden. Denn dann wäre eine Kündigung des Vertrages gleichbedeutend mit einer Rückzahlung der Förderung.
Das aber würde die Grenze des Zumutbaren überschreiten. Eine Kapitallebensversicherung ohne Förderung muss jedoch aufgelöst oder belastet werden, wenn die Prozesskosten nicht anders bestritten werden können.(AZ: 8 WF 105/09)(Quelle)

Deutschlands meistgewählter Direktversicherer geht als erstes Unternehmen der Branche mit einem eigenen Brand Channel auf YouTube an den Start und will damit ein Zeichen für innovative Stärke im Versicherungsbereich setzen.
Unter www.youtube.com/kqvtv laufen ab dem 17. August eigens für diesen Kanal produzierte Videos und Aktionen. Das klassische Unternehmensporträt wird der Nutzer ebenso wenig finden wie langatmige Ratgeberfilme über Versicherungsprodukte. Stattdessen gibt es Kurzweiliges wie die “Wetterberichter” oder das Web-TV-Format “Fegefeuer TV”.
Die KarstadtQuelle Versicherungen sind mit über 4 Millionen Kunden der meistgewählte deutsche Direktversicherer. Sie sind auf einfache und leicht verständliche Produkte spezialisiert, die zum Standardbedarf von Privathaushalten gehören. Wichtige Produkte dabei sind Zahnzusatzversicherungen, Pflegetagegeldversicherungen, die Risikolebensversicherung sowie die Sterbegeldabsicherung. (Pressemitteilung)

Wie die Seite Yahoo meldet, fast jede zweite Berufsunfähigkeitsversicherung bietet laut ihren Bedingungen einen “sehr guten” Schutz – meist aber nur auf dem Papier. In der Praxis erhalten viele Menschen den Schutz gar nicht oder nur mit Einschränkungen und teuren Zuschlägen, wie die Zeitschrift “Finanztest” aus ihrer Juli-Ausgabe berichtete. Grund seien meist kleinere oder größere Erkrankungen wie Allergien oder frühere Sportverletzungen. Dafür zahlten Kunden Risikozuschläge oder Leistungen würden ausgeschlossen.
Die Tester nahmen 82 Angebote für eine Berufsunfähigkeitsversicherung in Kombination mit einer Risikolebensversicherung unter die Lupe. 39 davon erhielten für ihre Bedingungen die Note “sehr gut”. Darüber hinaus ermittelten die Tester massive Preisunterschiede. Einige Versicherungen sind laut “Finanztest” zum Teil dreimal so teuer wie günstige. So müsste zum Beispiel eine 30-jährige Industriemechanikerin für ein “sehr gutes” Angebot mit einer vereinbarten Rente von 1200 Euro im Monat im besten Fall 696 Euro pro Jahr zahlen, im teuersten 2084 Euro. Deshalb lohne sich der Vergleich.

Die Vor- und Nachteile verschiedener Produkte für die private Altervorsorge: Von Fondssparplan und Lebensversicherung bis zu Riester- und Rürup-Produkten.
Fondssparplan
Investmentfonds mit Aktien oder Anleihen bescheren Sparern hohe Gewinnchancen. Neben Dividenden oder Zinserträgen winken noch Kursgewinne.
+ Freiheit: Geld ist verfügbar.
+ Spaßfaktor: Trotz Finanzkrise gelten Investmentfonds langfristig als Renditeturbo.
– Nerven: Hohe Kursverluste möglich.
– Fiskus: Auf Dividenden und Zinsen aller Fondsanteile sowie auf Kursgewinne aus nach 2009 gekauften Fondsanteilen fällt Abgeltungsteuer an.
Kapital-Lebensversicherung
Gegen regelmäßige Beiträge erhalten Versicherte Anspruch auf eine Einmalzahlung. Anlagegelder fließen vor allem in Festzinspapiere.
+ Sicherheit: Mindestzins von 2,25 Prozent auf den Sparanteil ist garantiert. Nicht immer Garantie bei Fondsmodellen.
+ Fiskus: Nur die Hälfte der Differenz aus Auszahlungssumme und eingezahlten Beiträgen ist meist steuerpflichtig. Vor 2005 abgeschlossene Verträge bleiben steuerfrei.
– Obolus: Hohe Verwaltungs- und Vertriebskosten schmälern die Rendite.
– Treueschwur: Bei Kündigung vor Laufzeitende fallen Stornogebühren an, der Schlussgewinn entfällt.
Versicherte erhalten gegen regelmäßige Beiträge später eine lebenslange Rente. Wie bei der Lebensversicherung stehen einem Plus an Sicherheit hohe Gebühren und mangelnde Flexibilität gegenüber.
Banksparplan
Auf regelmäßige Sparbeiträge kassieren die Anleger feste oder variable Zinsen.
+ Sicherheit: Kein Verlustrisiko, Zinsen.
+ Freiheit: Ausstieg ist möglich.
+ Sparfaktor: So gut wie keine Kosten.
– Magerkost: Selbst gute Sparpläne schaffen keine vier Prozent jährliche Rendite.
Riester/Rürup-Produkte
Der Staat fördert Fonds- und Banksparpläne, Rentenversicherungen, Baudarlehen und -sparverträge mit Zulagen und Steuervorteilen.
+ Sicherheit: Die Summe der eingezahlten Beiträge bleibt bei allen Anlagen garantiert erhalten (Ausnahme: bei der Rürup-Rente auf Fondsbasis nicht immer garantiert).
+ Prozente: Staatliche Zulagen und Steuerboni erhöhen die Verzinsung.
+/– Gebühren: Je nach Anlage niedrig (Banksparplan) bis hoch (Rentenversicherung).
– Lebensbund: Geld bis ins Alter gebunden.
(Quelle)
Aufgrund ihrer Bindung an die Wertentwicklung am Aktienmarkt schneiden viele fondsgebundene Lebensversicherungen aktuell nicht gut ab. Sparer sollten die Verträge deswegen jetzt aber nicht kündigen, rät die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in Mainz.
Dieser Schritt könne für die Einzahler hohe Verluste bedeuten. Denn nicht nur Provision und Verwaltungskosten schmälern den Zuwachs – die Kurseinbrüche an den Börsen seien noch hinzu gekommen.
Daher sollte, wer wirklich kündigen will, zunächst eine Erholung der Kurse abwarten. Wer gezielt und in Kenntnis der Risiken abgeschlossen hat, sollte den Vertrag fortführen. (dpa/tmn)(Quelle)

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