So wie finanzen.de berichtet, stellt die Citibank 27 Millionen Euro für die Entschädigung bereit. Es geht vor allem um die Anleger die bei ihr Zertifikate der zusammengebrochenen US-Investmentbank Lehman Brothers gekauft haben. Gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW), bei der sich viele Anleger beschwert hatten, hat die Citibank eine Kulanzregelung entwickelt.
Im Rahmen dieser Kulanzregelung wurde in einem Kriterienkatalog festgelegt, wie hoch die Entschädingungszahlungen im Einzelfall sein sollen. Ein Viertel aller geschädigten Anleger könnte mit einer Erstattung rechnen, so die Citibank. Abhängig von der Betroffenheit können 30 bis 80 Prozent des ursprünglich investierten Betrages erstattet werden. Um die Kulanzregelung transparent zu gestalten, hat die Citibank sowohl die Kriterien als auch die Punktetabelle als Grundlage für die Berechnung des Erstattungsanteils veröffentlicht.
Den ganzen Beitrag lesen »
Der Rekordverlust beim US-Versicherungskonzern AIG hat den Börsen stark zugesetzt: Während der deutsche Aktienindex (Dax) mit einem Minus von 3,48 Prozent bei 3710.07 Punkten schloss, fiel der Dow-Jones-Index an der New Yorker Börse erstmals seit zwölf Jahren unter 7000 Punkte. Der Ölpreis fiel nach Bekanntgabe des Riesenverlustes um fast zehn Prozent auf 40,15 US-Dollar für ein Barrel der Referenzsorte Light Sweet Crude.
Der Dow Jones gab im Handelsverlauf um fast vier Prozent nach und notierte gegen 22.00 Uhr MEZ bei 6762,50 Punkten. Zuletzt hatte der Index während der Asien-Krise im Oktober 1997 die 7000-Punkte-Marke unterschritten. Seit Jahresbeginn 2009 hat er damit mehr als 20 Prozent an Wert verloren.
AIG hatte am Montag bekanntgegeben, am Ende des vergangenen Jahres den größten Verlust der US-Wirtschaftsgeschichte gemacht zu haben. Das Unternehmen, das mit voller Wucht von der Finanzkrise getroffen wurde, verlor im vierten Quartal 2008 rund 61,7 Milliarden Dollar (rund 49 Milliarden Euro). Für den einstmals weltgrößten Versicherungskonzern steht für das gesamte vergangene Jahr unter dem Strich ein Verlust von knapp 100 Milliarden Dollar. Im Jahr 2007 hatte AIG noch insgesamt ein Plus von 6,2 Milliarden Dollar gemacht.
Die US-Regierung kündigte an, dem Versicherungskonzern weitere 30 Milliarden Dollar an staatlichen Hilfen zur Verfügung zu stellen. Im Gegenzug erhält der Staat Vorzugsaktien des Unternehmens. Die US-Regierung war dem Versicherer schon im September zur Seite gesprungen und hatte ihn damals vor der Pleite gerettet. Seitdem hat AIG rund 150 Milliarden Dollar an Staatshilfen erhalten und wurde dafür unter staatliche Kontrolle gestellt.
Das US-Finanzministerium teilte mit, die neuen Hilfen seien wegen des “systemischen Risikos” einer AIG-Pleite notwendig – das heißt, die Regierung befürchtet bei einer Pleite schwere Folgen für andere Wirtschaftsbereiche. Der AIG-Konzern bietet Versicherungsleistungen für rund 100.000 Kunden in 130 Ländern.
Letzte Kommentare